Restauration der Radkappen des Munga´s

      (von Togi)

 

 

1.    Aussuchen der Radkappen.

2.   Entlacken und Ausbeulen.

3.   Verzinnen.

4.     Lackieren.

 

 

ZU  1.  

            Wenn man sich die aufzuarbeitenden Radkappen aussuchen kann ist man natürlich gut dran.

Es sollten Radkappen Ausgesucht werden die nicht durchgerostet sind und am Außenrand nicht

allzusehr verbeult sind, sonst muß mehr Zinn verwendet werden da man die Radkappe außen

nicht gut Ausbeulen kann.

 

 

 

 

 

ZU 2.    

              Radkappen Abschleifen oder Sandstrahlen.

              Beim Abschleifen darauf achten das alle rostigen Stellen beseitigt werden.

              Unter dem Rand auf der Innenseite wird es mit dem Schleifen schwierig aber

              auch dort sollte sehr sorgfältig gearbeitet werden, damit sich später beim Verzinnen

              keine Lackreste unbemerkt Entzünden können!!

               Ich habe das Sandstrahlen bevorzugt, damit ist es ein bißchen einfacher aber trotzdem gilt es

  hier auch auf einige Dinge zu achten.

- Nicht mit zu groben Strahlgut Arbeiten!

- Nicht mit zu hohem Druck Strahlen!

Wichtig:

Zinn darf niemals auf rostperforiertem Blech verwendet werden, weil sonst die Haltbarkeit

begrenzt wird.

 

                Zum Ausbeulen habe ich einen günstigen Ausbeulsatz aus dem Baumarkt benutzt, mit einigen

                Hammern und Handfäusten.

Um auch einigermassen unter den inneren Rand zu kommen habe ich eine vorne spitz zulaufende

Handfaust in den Schraubstock eingespannt (siehe Bild ) und die Radkappe dort aufgesteckt und

die Beulen ausgetrieben.

 

 

          

             

 

 

 

 

 

ZU 3.   

            Radkappen verzinnen.

Nach dem Strahlen die Radkappe mit Aceton entfetten.(Vorsicht Aceton ist leicht Entzündlich)

            Nun trägt man mit dem Pinsel die Verzinnungspaste dünn auf, und zwar ca. 1cm über die zu

           verzinnende Fläche hinaus.

 

 

 

                                                              

                          

 

 

 

 

 

 

 

                Anschließend wird der mit Lötpaste bestrichene Bereich mit weicher Flamme gleichmäßig erwärmt.

                Dabei scheidet sich das in der Lötpaste enthaltene Bindemittel vom Zinn.

                Wenn die Oberfläche anfängt zu Verdampfen und sich zu Kräuseln kann das Bindemittel mit einem

                vorher in Lötfett getauchten Lappen zügig abgewischt werden.

 

 

                          

      

                                  

 

 

 

 

 

 

 

            Nachdem durch das Abwischen eine glänzende Oberfläche entstanden ist kann nun das eigentliche

            Karosseriezinn aufgetragen werden.

            Man erwärmt eine Zinnstange und das vorverzinnte Blech jetzt solange gleichzeitig, bis man das teigig

weiche Ende der Zinnstange auf die Lötstelle heften und abdrehen kann.

Das wiederholt man Stück für Stück so oft ,bis genügend Zinn aufgetragen ist, um die gewünschte Form zu erzielen.

 

Grundsatz:

Immer etwas mehr Zinn auftragen, als notwendig ist.

Zinn das auf nicht vorverzinnte Flächen aufgetragen wurde haftet nicht.

 

 

                    

 

 

 

 

Jetzt wird die gesamte Fläche solange erwärmt, bis das aufgetragene Zinn eine einzige ,breiige Masse bildet,

die sich modellieren lässt.

WICHTIG das Zinn darf dabei nicht flüssig werden.

Der Holzspachtel den man zum modellieren verwendet, wird vorher in Verzinnungsfett getaucht,

damit das Zinn nicht am Spachtel anhaftet und der Spachtel nicht verbrennt.

Die Formgebung sollte zügig ausgeführt werden, da das Zinn nicht zu lange erwärmt werden darf

 

 

          

 

 

 

 

 

 

 

Endbearbeitung : Nun kann das überschüssige Zinn mit der Karosseriefeile abgetragen werden.

Da Zinn verhältnismäßig weich ist, muß man darauf achten, das an den Rändern der Fläche nicht zuviel Zinn entfernt wird.

Nach dem mit der Karosseriefeile die bleibende Kontur im groben erreicht wurde kann der Feinschliff

mit handelsüblichen Schleifpapier durchgeführt werden.

 

                                                             

 

 

             

 

 

 

               

  

                                       

 

 

  

Zu 4.  

                Lackieren

 

                Vor dem Behandeln mit Lacken muß die Radkappe unbedingt gründlich Entfettet werden. ( zB. Mit

                Aceton oder Silikonentferner.)

                Nun wird die Radkappe mit einer dünnen Schicht Haftgrund lackiert und noch mal mit Schleifpapier

                Geschliffen, nun bleibt der Haftgrund in verbliebenen Vertiefungen sichtbar, hier muß mit einer dünnen

                Schicht Feinspachtel oder Spritzspachtel nachgearbeitet werden.

                Danach wiederholt man den Schritt mit andersfarbigen Haftgrund solange bis die Oberfläche glatt ist.

                Nun kann die Radkappe grundiert und lackiert werden.

 

 

           

 

 

 

                     

 

                Und nun viel Erfolg .

 

Falls du Fragen zu hierzu hast, wende dich in unserem Forum bitte an Togi